Berlin ist eine der kulturell bedeutendsten Städte Europas. Seine ereignisreiche Geschichte, welche symbolisch für ganz Deutschland steht, und die lebendige aber auch tolerante Gegenwart machen Berlin zu einer bunten und weltoffenen Metropole. Hier gibt es eine große Anzahl verschiedenster Kulturstätten – vom Kabarett und Varieté über das Musical bis hin zum klassischen Theaterstück werden alle Genres dargeboten.
Maxim Gorki Theater – kleines Haus von großer Bedeutung
Diese Hauptstadt-Bühne ist die kleinste und gleichzeitig älteste Bühne Berlins. Fertiggestellt wurde das Gebäude im Jahr 1827 nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels und diente zunächst als Konzertsaal der „Berliner Singakademie”. Erst nach dem Wiederaufbau 1952 wurde es als klassisches Sprechtheater genutzt.
Seit 2013 sind Shermin Langhoff und Jens Hillje hier tätig und prägten vor allem die traditionellen Werte des Hauses mit Themen der gegenwärtigen Gesellschaft. Das Ensemble hat Auszeichnungen wie „Theater des Jahres” erlangt.
Adresse: Maxim-Gorki-Theater, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin
Volksbühne – die kontroverse und innovative Bühne
Das bekannte Haus am Rosa-Luxemburg-Platz wurde in den Jahren 1913–1914 vom Architekten Oskar Kaufmann mit Hilfe von Spenden erbaut und galt als ein Theatergebäude in moderner Bauweise, welches Platz für 2.000 Zuschauer bietet.
Die Produktionen und Inszenierungen finanzierten sich durch einen gleichnamigen Verein, Mitglieder erhielten dabei ermäßigte Eintrittspreise – somit war es nicht nur der Oberschicht möglich Theaterstücke zu besuchen, sondern auch dem „Volk”. Nach der Wiedervereinigung übernahm 1992 Frank Castorf die Intendanz und prägt bis heute mit kontroversen, innovativen und politischen Stücken dieses Theater.
Adresse: Volksbühne Berlin, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin